Vielen Dank für Deine Nachrichten. Sei nun noch so freundlich u. bitte Frau Prof. Breitinger1342Evtl. Frau von Heinrich Breitinger (1832-1889), Romanist und Lehrer an der Kantonsschule Frauenfeld. Von 1876-1889 ordentlicher Professor für neuere Sprachen an der Universität Zürich; HBLS II, 347.schliessen in meinem Namen dringend, sie soll mir die Briefe meiner Mutter1343Meta Heusser-Schweizer (1797-1876), Schriftstellerin und Mutter von Johanna Spyri; vgl. Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer.schliessen zustellen u. sollte sie noch Andere kennen, die solche Briefe in den Händen haben, so sollen sie sie doch an uns u. nicht an den Pfarrer Sutermeister1344Paul Sutermeister (1864-1905), von 1889 bis 1898 Pfarrer in Walzenhausen, dann Redaktor beim Berner Tagblatt, publizierte mehrere Artikel über Johanna Spyris Mutter sowie eine Biographie mit dem Titel "Meta Heusser-Schweizer. Lebensbild einer christlichen Dichterin" (1898); HBLS VI, 620.schliessen schicken, der kein Recht daran hat. Ich wollte eben Alles recht mit ihm besprechen, darum [2] wollte ich hinauf, er hatte in einer Weise geschrieben, daß ich weitläufig antworten mußte, worauf er nun wieder antworten wird, denn er will die Sache erzwingen, er darf aber nicht nach dem Gesetz. Wir wollten ja lieber in Freundlichkeit mit ihm fertig werden, aber er hat nun seinen Kopf gesetzt. Meine Mutter könnte wohl sagen: "Gott behüte mich vor meinen Freunden, mit meinen Feinden will ich schon fertig werden."1345Zitat nach den "Locorum communium collectanea" (1562) von Johann Manlius.schliessen All diesen Schlatter1346Die mit der Hirzler Pfarrfamilie Schweizer eng befreundete St. Galler Familie Schlatter-Bernet spielte für Johanna Spyris Mutter Meta Heusser-Schweizer eine wichtige Rolle. Anna Schlatter-Bernet (1773-1826) war für die junge Meta eine mütterliche Freundin und mit deren Töchtern pflegte sie eine lebenslange Freundschaft und Korrespondenz. Der Briefwechsel zwischen Meta Heusser-Schweizer und Kleophea Zahn-Schlatter erschien noch zu Lebzeiten von Johanna Spyris Mutter 1862; vgl. Frauenbriefe von Anna Schlatter, Wilhelmine von der Heydt, Kleophea Zahn und der Verborgenen, hrsg. von Adolph Zahn, 1862.; vgl. auch Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer, 187-193, 240-247. - Meta Heusser war mit der Publikation ihrer Briefe nicht einverstanden und wehrte sich dagegen - in der bereits im Jahr darauf (1863) erschienenen zweiten Auflage der "Frauenbriefe" fehlen ihre Briefe; zur Bibliographie s. Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer, 360. - Offenbar waren in der weitverzweigten Nachkommenschaft der Familie Schlatter noch weitere Briefe Meta Heusser-Schweizers aufgetaucht, welche Johanna Spyri vor der Publikation zu bewahren suchte; vgl. hierzu auch die von Christine Klein-Schlatter publizierten Briefe in: Lebensbilder aus der Schlatterschen und Bernetschen Familie nebst einem Bild von Meta Heusser als Anhang. Zusammengestellt für die Kinder und Nachkommen dieses Stammes, 1876, zuerst als Manuskript in wenigen Exemplaren gedruckt, dann in: Lebensbilder, 1883, vgl. Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer, 291-293, 358. - Zahlreiche Briefe Meta Heussers werden heute im Johanna Spyri-Archiv aufbewahrt, weitere, ebenfalls zahlreiche Briefe in der Vadiana, St. Gallen.schliessen vorüber gilt dieß Wort vor Allen!
Adieu! Herzliche Grüße Dir u. all den Deinen. Vreneli1347Vreneli Vogelsanger (1854-1931) aus dem Schaffhauser Dorf Beggingen besorgte 24 Jahre lang den Haushalt von Johanna Spyri.schliessen will gern sehen.