Brief Nr. EK82 – 31.1.1894
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EK82 31.1.1894
[Zürich, 31. Januar 1894]1080Das Datum erschliesst sich aus dem erhaltenen Originalbrief JS13, der hier wörtlich zitiert wird, gerichtet an Ernst Kappeler, damals Vikar in Montreux.schliessen
[An Ernst Kappeler]

Es hat mich natürlich gefreut, daß Sie solche Freude u. Gewinn an den Briefen meiner Mutter1081Meta Heusser-Schweizer (1797-1876), Schriftstellerin und Mutter von Johanna Spyri; vgl. Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer.schliessen an ihre Freundin1082Gemeint ist der Briefwechsel zwischen Meta Heusser-Schweizer (1797-1876) und ihrer Freundin Kleophea Zahn-Schlatter (1797-1860), erschienen in: Frauenbriefe von Anna Schlatter, Wilhelmine v. d. Heydt, Kleophea Zahn und der Verborgenen, hrsg. von Adolph Zahn, 1862, wobei es sich bei "der Verborgenen" um Meta Heusser handelt (Anspielung auf die "Lieder einer Verborgenen" von 1858). Meta Heusser war mit der Publikation ihrer Briefe nicht einverstanden und wehrte sich dagegen - in der bereits im Jahr darauf (1863) erschienenen zweiten Auflage der "Frauenbriefe" fehlen ihre Briefe; Regine Schindler, Die Memorabilien der Meta Heusser-Schweizer, 240-247, zur Bibliographie 360.schliessen hatten. Das Begreifen Sie aber gewiß, daß es meiner Mutter schrecklich war, so ihr Innerstes auf den öffentlichen Markt gebracht zu sehen. Wie viele Menschen lesen auch solche Bücher ohne einen Anhauch von Verständnis dafür. Und dennoch will dann jeder darüber sprechen. Daß Sie meine Vrony1083Johanna Spyri, Ein Blatt auf Vrony's Grab, 1871.schliessen jemandem geben können, der sich Trost oder Winke daraus ziehen kann, ist mir eine rechte Freude.



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